Die Nano Wohnung – Oder: So hatte ich mir das alles irgendwie nicht vorgestellt.


Dieses Mal melde ich mich mit einer Art von Post wieder, wie es sie früher schon oft gegeben hat. Lasst mich gerne wissen, ob euch solche Texte gefallen oder ob stattdessen lieber Bilder sehen wollt.

In meinem letzten Post hatte ich ja schon angedeutet, dass ich vor gut einem Jahr mit meinem Freund zusammengezogen bin. Nach über 5 Jahren habe ich meine WG-Phase für beendet erklärt und bin mit dem M in eine zentral gelegene, aber dafür sehr kleine Wohnung gezogen. Es ist wirklich eine mini Wohnung, wobei selbst „mini“ schon die Übertreibung des Jahrhunderts ist. Nano trifft es wohl wesentlich besser.

Die Nanowohnung besteht aus einem großen Zimmer und … na ja das war's eigentlich schon. Okay, ganz so schlimm ist es nicht, wir haben einen Flur, ein recht großes Badezimmer, eine Abstellkammer und ein separates WC (Österreich, das werde ich nie verstehen!). Das war‘s dann aber wirklich. Ihr fragt euch nun bestimmt, wo das Schlafzimmer ist? Wo die Küche? Genau das habe ich mich auch gefragt, als ich zum ersten Mal in der Wohnung stand. Tja, es GIBT kein Schlafzimmer, sondern nur eine Schlafecke und die Küche ist keine Küche, sondern eine Küchenzeile, die direkt in das Wohnzimmer integriert ist. Ich sage es ja, die Wohnung ist sehr klein. Ich will es mal so ausdrücken: Momentan sitzen der M und ich jeweils am Ende der Wohnung. Er am Schreibtisch und ich auf dem Sofa. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass wenn ich ihn anspucken möchte, ich ihn ohne Probleme treffen würde.

Diese Wohnung hat natürlich wahnsinnig viele Vorteile, wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt. 

1) Der Kühlschrank ist keine 2 Meter vom Sofa entfernt.
2) Man muss nicht wirklich lange putzen.
3) Man spart Heizkosten und Stromkosten

Spaß beiseite, es lebt sich eigentlich recht gut hier. Nur das Streiten gestaltet sich etwas schwieriger. Während andere Paare sich für eine gewisse Zeit einfach aus dem Weg gehen können, müssen wir unsere Probleme GLEICH lösen. Ich war einmal stinkwütend und wollte einen dramatischen Abgang hinlegen. Doch wohin sollte ich gehen? Plötzlich stand ich in unserem kleinen Flur und wusste nicht, wohin. Ich konnte mich ja schlecht aufs Klo setzen oder in die eh schon vollgeräumte Abstellkammer stellen. Aber immerhin haben wir 5 Türen, die ich zuhauen kann. Wobei es natürlich nicht sehr stilvoll aussieht, wenn ich die Tür zur Abstellkammer aufmache und wieder zuknalle. ;)


Dieses Foto zeigt übrigens nicht meine Wohnung, sondern wurde in der alten Wohnung meiner besten Freundin A. aufgenommen. ;) Falls euch Bilder der Nanowohnung interessieren, lasst es mich wissen. ;)

Der Blogpost, den ich immer schon mal schreiben wollte - TEIL 1


In diesem Post geht es um Werbung, Schleichwerbung, das Internet als Marktplatz und um Lana del Rey. Wenn du auf eines dieser Themen allergisch oder sensibel reagieren solltest, dann lies bitte NICHT weiter und konsultiere deinen Arzt oder Apotheker. ;)

Da.bin.ich.wieder. Ich weiß zwar noch nicht, wie lange ich bleibe, aber hallo erstmal! Nach etlichen Monaten der Blog-Abstinenz und mit gut 100 Lesern weniger (ich kann es euch nicht verübeln, immerhin war der Blog gar nicht mehr aufrufbar), haue ich wieder in die Tasten - so, wie ich es früher so oft getan habe. Mit einem Latte Macchiato neben mir und Lana del Reys psychedelischer Stimme. (Die Dame wird unterschätzt. Über ihre Gesangskünste lässt sich vielleicht streiten, aber aus literarischer Sicht ist sie ein Genie. Also wenn sie nicht gerade über den Geschmack ihrer Geschlechtsteile sinniert.) Aber hey, es könnte durchaus schlimmer sein! Ich könnte auch mit einem Glas Rotwein dasitzen, eine Kippe nach der anderen rauchen und Justin Bieber hören. 

In den letzten Monaten hat sich so einiges getan. Wie wir nun bereits festgestellt haben, bin ich weder zur Raucherin noch zur Alkoholikerin mutiert. Immerhin etwas! Dafür bin ich im letzten Herbst mit dem M zusammengezogen (in eine winzigkleine Wohnung) und im Mai 25 geworden. Nein, Falten habe ich noch keine, aber danke der Nachfrage! 

 Aber ich schweife ab. (Tatsächlich bin ich dafür bekannt, um den heißen Brei herum zu reden...) Eigentlich wollte ich euch nur ein Lebenszeichen geben und erklären, wieso ich so lange nicht mehr gebloggt habe. Es gibt mehrere Gründe, aber der Hauptgrund liegt irgendwie auf der Hand: Ich habe den Spaß am Bloggen verloren. Nein, so einfach verhält sich die Sache nun doch wieder nicht. Lasst es mich erklären: Ich habe nicht den Spaß am BLOGGEN verloren, sondern am ganzen Drumherum. An der Blogosphäre (pfui, was für ein UNWORT!), am Internet, an den Leuten im Internet. 

Früher hat es mir wahnsinnigen Spaß bereitet, mich durch die verschiedenen Blogs zu klicken. Ich fand es immer wahnsinnig spannend und gleichzeitig entspannend, was andere so schreiben und erleben. Mittlerweile hat sich das etwas geändert. Inwiefern?  Viele Blogs sind zu reinen Marktplätzen verkommen. Und damit meine ich jetzt noch nicht mal Werbebanner auf den Blogs. Die stören mich seltsamerweise eigentlich überhaupt nicht, ich habe sogar selbst mal mit dem Gedanken gespielt, einen Banner auf meinen Blog zu setzen. Es geht eher um die lästigen Werbelinks, mit denen die Leser bombardiert werden. 

Natürlich muss man auch hier differenzieren: Es gibt einige Blogger, die zwar manchmal Werbelinks in ihre Posts integrieren, die ihrer Linie und ihrem Konzept aber dennoch treu bleiben. Manchmal war ich sogar schon dankbar für einen Link zu einem Produkt, das ich so in dieser Form schon lange gesucht habe. Im Idealfall kennzeichnen sie diese Links eindeutig als Werbung und packen auch nicht in jeden Post einen Werbelink rein, sondern nur ab und zu. Solche Blogger haben es geschafft, sich nicht zu verkaufen und einen Mittelweg in einer virtuellen Welt zu finden, in der es sehr schwer ist, Versuchungen zu widerstehen. (Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie verlockend es ist, wenn einem teure Taschen, Schmuck, Möbelstücke etc. angeboten werden.) Sowas finde ich absolut in Ordnung. Ich erwarte überhaupt nicht, dass völlig auf Werbung verzichtet wird (immerhin ist Werbung auch sonst im Alltag stark präsent), aber wenn ganze Posts nur um einen Werbelink herum konstruiert werden und von Sachen handeln, die überhaupt nicht ins Blog-Konzept passen, dann finde ich das schon ganz schön nervig. Sowas finde ich eigentlich nicht nur nervig, sondern richtig unverschämt. Irgendwann bin ich mal auf verschiedenen Blogs auf nen Werbelink zu einem Online-SpielCasino gestolpert.5 Minuten später führte mich ein Link auf die Seite eines Autoherstellers. Tja, so kann man seine Leser echt vergraulen. Ich habe diese Blogs auf jeden Fall nicht wieder aufgesucht. Dazu kommen auch noch die ständigen "Folge mich, dann folge ich dir!"-Angebote, denen man auch nicht mehr richtig ausweichen kann. Oder wunderbar aussagekräftige Kommentare à la: "Cooler post, schau mal bei mir vorbei!!! LINK LINK LINK!" 

Meinen Lieblingsblogs bin ich natürlich treu geblieben und lese sie weiterhin mit viel Freude. :) Ich weiß nicht, ob und wie es hier weitergeht. Ein Post zu einer ähnlichen Thematik ist auf jeden Fall noch geplant. Danach wird sich zeigen, ob und wie es hier weitergeht.

Ich weiß nicht, ob ihr es nachvollziehen könnt, dass mir solche Erlebnisse den Spaß an der Bloggerei einfach verdorben haben. Ich wollte mich von dieser Bloggerwelt einfach distanzieren. Übertreibe ich? Bin ich die einzige, die sowas total nervig findet? Wie geht ihr damit um?